Reisebericht und Fotos der Australien Fotoreise (Jul/15-Sep/15)

Der Westen Australiens besticht durch zahlreiche National Parks und teils noch touristisch unerschlossene Natur welche sich im Outback am besten beobachten lässt. Ziel der Reise war es das australische Outback auf eigene Faust zu erkunden und die Schönheit dieses Teils der Erde mit der Linse einzufangen. Die Rauheit und Wildnis der australischen Westküste lässt sich am besten mit einem Allradfahrzeug (4WD) erkunden. Startpunkt war Perth, die sonnenreichste Stadt Australiens. Dort gibt es eine Vielzahl von Mietwagenfirmen. Über eine davon haben wir einen Toyota Landcruiser gemietet.  Vom multikulturellen Perth führte der Weg zunächst nach Cervantes und den Nationalpark Pinnacles mit seinen imposanten Kalksteinsäulen. Weiter entlang der Westküste nach Geraldton und zum weißen Shell Beach. Weitere Highlights auf der Strecke nach Norden waren der Kalbarri Nationalpark, das Touristenörtchen Denham und der daran anschließende Cape François-Peron-Nationalpark. Wieder zurück auf dem Highway 1 ging es nach Carnarvon und von dort ins Landesinnere in die Minenstadt Tom Price und den Karijini National Park. Dort erwarteten uns atemberaubende Schluchten und Wanderungen sowie eine beeindruckende Artenvielfalt. Es lohnt sich mehrere Tage Zeit zu investieren um alle Gorges zu erkunden und je nach Sonnenstand entstehen atemberaubende Licht-Schatten-Konstellationen. Auf dem Weg nach Broome machten wir in Port Hedland halt. Von dort ging es weiter über den Eighty Mile Beach nach Broome. Der Abstecher ins Cape Leveque ist ein absolutes Must Do. Derby und Kununurra werden über die berüchtigte Allradpiste, die Gibb (Gibb River Road) verbunden. Auf der Strecke ist der Pentecost River zu durchqueren, in dem sich mehrere Salzwasserkrokodile tummeln. Trotz Trockenzeit (Dry Season) hatte dieser unserer Durchquerung an der tiefsten Stelle ca. 60cm Wasserstand. Ein 4WD Fahrzeug mit ausreichend Bodenfreiheit ist daher unbedingt empfehlenswert. Die Aborigines Gemeinde Kununurra war der nördlichste Punkt der Fotoreise. Von dort aus ging es südwärts zu der Bienenkörben-ähnlichen Sandstein-Gebirgskette Purnululu National Park (Bungle Bungle). Auch hier ist ein Allrad-Geländewagen mit Bodenfreiheit unerlässlich, da es einige tiefere Gewässerdurchquerungen auf der Rund 50km langen Staubpiste in den Park gibt. Natürlich kann man sich auch hier einer Tour anschließen. Wieder zurück auf dem Great Northern Highway sind wir nach Halls Creek gefahren. Danach wurde es richtig spannend, denn nun ging es Richtung Alice Springs über die 1014km lange Outback Piste Tanami Road. Ausreichend Wasser, Verpflegung, zusätzlicher Diesel, Werkzeug und Ersatzreifen sollten mitgeführt werden. Die Strecke zieren eine Menge liegengebliebener Autowracks und die Anzahl der Fahrzeuge, die einem an einen Tag entgegen kommen, lässt sich an einer Hand abzählen. Von Alice Springs aus ging es über die Western Macdonnell Ranges und die Mereenie Loop ins vielbesuchte Zentrum Australiens. Kings Canyon, Uluru (Ayers Rock) und die Kata Tjuta (Olgas) gelten als die Wahrzeichen des Red Centre. Durch die farbenreiche Painted Desert fuhren wir zum Noodling (Opalsuchen) nach Coober Pedy und weiter nach Port Augusta. An der Great Australien Bight entlang durch die menschenleere Nullarbor Ebene sind im australischen Winter einige Wale zu sichten. Weiter geht es Richtung Norseman an die südwestliche Stadt Esperance und den dort liegenden Nationalpark Cape Le Grand. Im Winter lässt sich dort leicht ein Campspot ergattern und der 262 Meter hohe Frenchman Peak mit seiner atemberaubenden Aussicht besteigen. Der Park wimmelt geradezu von Kangaroos! Die nächsten Stops waren Albany, Denmark und Walpole. In diesem Gebiet sind die über 400 Jahre alten Karribäume (karri forest) zu bestaunen. Zahlreiche Weingüter, Brauereien und Molkereien die zu Tastings einladen, reihen sich in der Margaret River Region aneinander. Über Bunbury und Fremantle ging es schließlich zurück Richtung Perth. Bevor es zurück nach Deutschland ging, haben wir Rottnest Island einen Besuch abgestattet. Die komplette Insel mit ihren niedlichen Quokkas kann mit dem Mietfahrrad erkundet werden.

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